1
2
3
4
5
6

Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) interessieren sich zunehmend für den Einsatz eigener KI-Lösungen. Gleichzeitig bleibt eine zentrale Frage oft offen: Welche Infrastruktur braucht es eigentlich, um eigene KI-Modelle sinnvoll und bezahlbar zu betreiben?

Gerade Cloud-Angebote großer Public-Cloud-Anbieter sind für KMU häufig teuer oder mit Abhängigkeiten verbunden. Im Rahmen unserer Praxisprojekte und des KI-Trainer-Programms haben wir daher intensiv gezeigt, wie Unternehmen Open-Source-Software und offene KI-Modelle einsetzen können, auch jenseits klassischer Public-Cloud-Infrastrukturen. 

KI-Infrastruktur muss nicht teuer sein 

In unseren Praxisumsetzungen zum Thema Wissensmanagement mit KI (LINK) haben wir eine Lösung erprobt, die überzeugt. Indem wir einen leistungsfähigen, aber vergleichsweise günstigen Gaming-Laptop eingesetzt haben, konnten wir schnell und kostengünstig ein eigenes Sprachmodell produktiv testen und nutzen. 

Konkret konnten wir auf einem Laptop für rund 3.300 Euro Open-Source-Sprachmodele, wie Mistral-7B-Instruct-v0.3 (LINK) oder Qwen2.5-7B-Instruct (LINK) erfolgreich installieren, betreiben und im Anwendungskontext erproben. Diese Modelle sind kleinere Modelle als die bekannten großen Mitspieler, wie ChatGPT 5.2 oder Gemini 3, jedoch zumeist völlig ausreichend für kleine Prototypen. Somit wird deutlich, dass erste Schritte in Richtung eigener Unternehmens-KI nicht zwangsläufig mit hohen Cloud-Kosten einhergehen. 

Einfache Integration in die Unternehmenspraxis 

Auch die Integration eines solchen Prototyps in den Unternehmensalltag kann überraschend unkompliziert sein. In unserem Praxisprojekt wurde der Laptop direkt in das Unternehmensnetzwerk eingebunden. Während der Testphase war das KI-System über eine statische IP-Adresse erreichbar, sodass Mitarbeitende über eine einfache Oberfläche mit dem Modell interagieren und chatten konnten. Faktisch stand der Laptop über wenige Wochen in einer hinteren Ecke des Büros, in einem Regal, im WLAN und am Strom. 

So ließ sich der Prototyp realitätsnah im Arbeitsalltag testen, ohne komplexe Infrastruktur oder lange Beschaffungsprozesse. 

Fazit: Souveräne KI beginnt im Kleinen 

Das Beispiel zeigt, dass digitale und technologische Souveränität auch mit überschaubaren Mitteln möglich ist. Für viele KMU kann ein solcher Ansatz ein sinnvoller Einstieg sein, um eigene Erfahrungen mit KI zu sammeln, Anwendungsfälle zu erproben und intern Kompetenzen aufzubauen. 

Wenn Sie gemeinsam mit uns ein Praxisprojekt umsetzen möchten oder Interesse daran haben, einen solchen KI-Prototypen selbst zu testen, sprechen Sie uns jederzeit gerne an. Wir unterstützen Sie dabei, KI pragmatisch, souverän und praxisnah in Ihrem Unternehmen zu erproben. 

09.03.26

Weitere Informationen

Kontakt

Erik Dethier
  • Grantham-Allee 20
  • 53757 Sankt Augustin

1
2
3
4
5
6
 
Das Mittelstand-Digital Netzwerk bietet mit den Mittelstand-Digital Zentren und der Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft umfassende Unterstützung bei der Digitalisierung. Kleine und mittlere Unternehmen profitieren von konkreten Praxisbeispielen und passgenauen, anbieterneutralen Angeboten zur Qualifikation und IT-Sicherheit. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenfreie Nutzung der Angebote von Mittelstand-Digital. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.