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Wer spricht wie von Nachhaltigkeit? Was verstehen andere Unternehmen unter KI? Sie haben Interesse zu erfahren, wie sich Ihre Themen in der IT-Branche ausbreiten?

Diese Fragen beantworten wir mit unseren Feldanalysen. Was es genau damit auf sich hat, können Sie entweder in den unterstehenden Beiträgen nachlesen. Oder Sie besuchen einen unserer Termine, in denen wir die die Ergebnisse unserer Feldanalyse vorstellen.

Haben Sie direkte Fragen? Dann schreiben Sie eine Email an E-Mail .

Mittwoch01.07.2615:00-16:30
Tiny House (Green Office UHH), Von-Melle-Park 5, 20146 Hamburg
  • SDG: #12 Nachhaltiger Konsum und Produktion
Gemeinsame Spurensuche im digitalen Netz (Hamburg Sustainability Week 2026)

Das Team “Nachhaltige Transformation” der Universität Hamburg ist Teil der Hamburg Sustainability Week 2026. Um den Austausch von Unternehmen und Öffentlichkeit zu fördern, laden wir Interessierte herzlich zu unserem Workshop ein.

Begeben Sie sich mit uns auf Spurensuche in der digitalen Sphäre der Nachhaltigkeit im World Wide Web.

Wir untersuchen mithilfe großer Datenmengen aus unserer aktuellen Netzwerkforschung die Beiträge der deutschen Digitalbranche zur Nachhaltigkeit, hier am Beispiel von SDG 12 (Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster). 

Dabei interessieren uns vor allem folgende Fragen: Wer redet wie über nachhaltigen Konsum? Welche Vorannahmen über Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden dort getroffen? In welcher Rolle sehen sich Unternehmen dabei selbst? Wo entstehen Konflikte? 

Doch Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind kein reines Unternehmensthema, sondern auch ein individuelles Thema. 

In diesem Sinne wollen wir gemeinsam die Spur bis in Ihren Alltag weiterverfolgen. Diskutieren Sie dazu mit uns über Ihre Perspektiven und Erfahrungen im Alltag. 

Keine Vorkenntnisse erforderlich.

Weitere Informationen
  • SDG: #12 Nachhaltiger Konsum und Produktion
Dienstag30.06.2614:00-16:00
Online
  • SDG: #07 Bezahlbare und saubere Energie
  • SDG: #13 Maßnahmen zum Klimaschutz
Nachhaltig vernetzt: Die Digitalbranche als Treiber für saubere Energie und Klimaschutz?

Mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) soll eine nachhaltige Entwicklung weltweit vorangebracht werden. Zwar richten sich die Ziele zunächst an Staaten – doch exakt hier beginnt für uns die Unternehmensfrage: Was bedeuten “Bezahlbare und saubere Energie“ sowie “Maßnahmen zum Klimaschutz“ konkret für die Digitalbranche?

Wir laden mittelständische Unternehmen der Digitalbranche am 30.06.2026 um 14:00 Uhr zu einem Online-Austausch im Mittelstand-Digital-Zentrum Fokus Mensch ein. Im Mittelpunkt stehen die zwei SDGs um bezahlbare und saubere Energie sowie Maßnahmen zum Klimaschutz. 

Wir freuen uns ausdrücklich über Teilnehmende mit verschiedenen Blickwinkeln – sowohl aus der Anwender- als auch aus der Anbieterperspektive: 

  • Umsetzung: Welche Möglichkeiten und Herausforderungen sehen Sie dabei, die SDGs in Ihrem Unternehmen – in Prozessen, Produkten oder Entscheidungen zu verankern

  • Produkt: Welche Lösungen, Services oder Geschäftsmodelle entwickeln Sie, die zur Erreichung der Ziele beitragen?

Gemeinsam wollen wir eine Vogelperspektive einnehmen und uns ansehen, wo Sie und andere Akteure sich dabei im Feld der Digitalbranche verorten lassen.

Interesse? Dann diskutieren und netzwerken Sie am 30.06.2026 um 14:00 Uhr mit und helfen Sie aufzuzeigen, wie Nachhaltigkeit in und durch Unternehmen gelingen kann.


Wann? 30. Juni 2026

Uhrzeit? 14 bis 16 Uhr

Wo? Online*

Jetzt kostenfrei anmelden


*  Die Einwahldaten werden Ihnen nach der Anmeldung automatisch zugeschickt. 

Weitere Informationen
  • SDG: #07 Bezahlbare und saubere Energie
  • SDG: #13 Maßnahmen zum Klimaschutz
 
 
Feldanalysen
Mit Daten gegen den Klimawandel? – Wie Software-Angebote der deutschen Digitalbranche beim Klimaschutz unterstützen können
04.06.26
Waldbrände, Starkregen und Hitzewellen sind nur einige Klimarisiken, die durch „SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz“ bekämpft werden sollen. Welchen Beitrag kann die Digitalbranche leisten, um Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen? Darum geht es in diesem Beitrag zur Verbreitung der Nachhaltigkeitsziele in der deutschen IT-Branche. Dies entspricht dem Anliegen der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN, deren Verbreitung in der IT-Branche in dieser Artikelserie thematisiert wird.
  • SDG: #13 Maßnahmen zum Klimaschutz
Feldanalysen
Digitalisierung und die Energiewende: Was kann die IT-Branche zu bezahlbarer und sauberer Energie beitragen?
07.05.26
Energieeffiziente Rechenzentren, gespeist mit erneuerbaren Quellen sowie smarte Energiemanagementsysteme für kleine und mittelständische Unternehmen oder Endverbraucher:innen. Das sind Beispiele dafür, wie digitale Technologien im Kontext des Nachhaltigkeitsziel 7 – bezahlbare und saubere Energie zum Einsatz kommen könnten. Die folgende Analyse der deutschen Digital-Branche zeigt: Kleine und mittlere Unternehmen nehmen eine zentrale Rolle in der Bereitstellung und Umsetzung energieeffizienter und ökologisch nachhaltiger Lösungen ein. Damit leisten sie einen Beitrag zu einer sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Entwicklung. Dies entspricht dem Anliegen der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN, deren Verbreitung in der IT-Branche in dieser Artikelserie thematisiert wird
  • SDG: #07 Bezahlbare und saubere Energie
Feldanalysen
Von der Webseite zum Netzwerk: Die Erhebung und Abbildung der Digitalbranche als Feld
13.03.26
Die Digitalisierung verändert Gesellschaft und Wirtschaft beständig, einschließlich der Digitalbranche selbst. Diese Veränderungen, Trends und Innovationen erfassen wir in unseren Feldanalysen. Wie wir dabei vorgehen, zeigt dieser Beitrag.
Feldanalysen
Wie passen KI und Nachhaltigkeit zusammen?
28.08.25
Künstliche Intelligenz revolutioniert nicht nur die Software-Industrie, sondern beeinflusst auch zahlreiche Lebens- und Arbeitsbereiche grundlegend. Aber kann sie auch Nachhaltigkeit fördern? Werfen Sie einen Blick in das Netzwerk der deutschen Digitalbranche und erfahren Sie, wie hier über die Vereinbarkeit von KI und Nachhaltigkeit gesprochen wird.
Feldanalysen
Barrierefreiheitsstärkungsgesetz - was sagt das Feld der IT-Branche?
04.07.25
Im digitalen Raum gibt es zahlreiche Barrieren: Websites funktionieren nicht mobil, Inhalte können nicht von Screenreadern vorgelesen werden. Die Navigation nur mit der Tastatur ist schwierig. Die Schrift ist zu klein oder Farben können nicht voneinander unterschieden werden. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz soll das ändern. Besonders stark betroffen: die IT-Branche. Diese Analyse zeigt, wie sie im Mai 2025 über das Gesetz und über Barrierefreiheit spricht.
Feldanalysen
Wie sprechen Unternehmen der deutschen IT-Branche über Menschen mit Behinderung?
03.03.25
Nicht nur technische Hilfsmittel können „Behinderung“ reduzieren, sondern auch Sprache. Die folgende Analyse von Websites zeigt, wie Unternehmen über Behinderung sprechen – und wie sich dies verändert hat.
  • SDG: #08 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • SDG: #10 Weniger Ungleichheiten
Mittwoch30.04.2514:00-15:00
Online-Termin
Mittwoch16.04.2514:00-15:00
Online-Termin
Mittwoch02.04.2514:00-15:00
Online-Termin

Theoretischer Hintergrund und Methodik

Was ist ein organisationales Feld?

In der Organisationsforschung kam die Beobachtung auf, dass Organisationen mit der Zeit einander immer ähnlicher werden. Auf der Suche nach Erklärungen prägten DiMaggio & Powell (1983) das Konzept des organisationalen Feldes. Organisationen in einem solchen Feld bilden eine Gemeinschaft, interagieren öfter miteinander und teilen Normen, eine ähnliche Sprache sowie ein allgemeines Verständnis. Ein organisationales Feld bildet sich aus, wenn die Mitglieder zunehmend stärker miteinander interagieren oder sich gegenseitig wahrnehmen. Es gibt dominante Organisationen, die besonders gut vernetzt sind und mit anderen Organisationen bevorzugt zusammenarbeiten So bilden sich Koalitionen zwischen den Organisationen.

Dadurch kann man analysieren, welche Organisationen wichtig sind und die Entwicklung eines Feldes beeinflussen und welche Organisationen versuchen, bestehende im Feld etablierte Organisationen herauszufordern.

 

Wie kann man ein organisationales Feld rekonstruieren?

Eine Möglichkeit, ein organisationales Feld zu rekonstruieren, ist die Analyse von Websites der Organisationen, wie Powell & Oberg (2017) beschreiben. Auf Websites verlinken Organisationen andere Organisationen. Folgt man diesen Hyperlinks, dann ergibt sich ein Netzwerk von Organisationen. Nimmt man bei diesem Netzwerk nur die Organisationen und Links, die sich gegenseitig verlinken, ergibt dieses Netzwerk das organisationale Feld. Wird eine Organisation besonders oft verlinkt, dann kann diese Organisation sehr wichtig sein und eine hohe Reputation genießen. Verlinkt wiederum eine Organisation eine andere, dann kann sie dadurch zum Ausdruck bringen, ähnliche Ziele wie diese zu verfolgen. Verlinken sich zwei Organisationen gegenseitig, dann heißt es, dass sie sich gegenseitig wahrnehmen und sich als Akteure im Feld anerkennen. Sie verschaffen sich gegenseitig eine der wichtigsten Ressourcen, nämlich Aufmerksamkeit.

 

Was sagen Websites über eine Organisation aus?

Websites erfassen nicht nur, wer wen verlinkt. Sie zeigen die Themen an, die diskutiert werden. Welche Schlagwörter aktuell sind, um wahrgenommen zu werden. Oberg, Powell & Schöllhorn (2022) sprechen in diesem Zusammenhang von Selbstrepräsentationen der Organisationen. Selbstrepräsentation bedeutet, dass sich Organisationen bewusst im Vergleich zu anderen Organisationen auf ihren Websites positionieren. Sie beweisen damit, dass sie auf aktuelle Diskurse reagieren und diese in ihre Außendarstellung integrieren können. Das ist wichtig, um durch diese Anpassungsfähigkeit Legitimität im Feld zu erhalten. Etwa, um gegenüber Kunden wettbewerbsfähig zu wirken. Oder gegenüber Investoren als technologisch up-to-date zu erscheinen. Darüber hinaus geben sie für den Beobachter noch mehr preis. Ob ein Unternehmen oder eine Organisation überhaupt auf aktuelle Trends oder Themen reagiert, ist bereits spannend: Kann es nicht oder muss es nicht reagieren? Und wenn es ein Thema aufgreift, werden dann wichtige Konzepte verändert und uminterpretiert? Selbstrepräsentation wird dann eine Fähigkeit, die nicht alle Organisationen gleichermaßen teilen (müssen). Das ist vor allem in organisationalen Feldern wichtig, in denen neue Mitglieder hinzukommen, sich die Beziehungen und Verlinkungen zwischen den Organisationen verändern und durch die Konstellationen des Feldes immer wieder neue Themen auftauchen. Ob eine Organisation tatsächlich umsetzt, was sie verspricht, ist eine andere Frage. Das öffentliche Auseinandersetzen ist aber zumindest eine wichtige Vorstufe.

 

Woher stammen die Daten?

Die Daten stammen aus einem Web-Monitoring der deutschen Softwarebranche. Die Trefferanzahl bezieht sich auf die Anzahl von Dokumenten, in denen der Suchbegriff erwähnt wird. Die Kreisgröße ist log-Skaliert.

 

Literatur

DiMaggio, Paul J., und Walter W. Powell. 1983. „The Iron Cage Revisited: Institutional Isomorphism and Collective Rationality in Organizational Fields“. American Sociological Review 48 (2): 147. https://doi.org/10.2307/2095101.

Kastl, Jörg Michael. 2017. Einführung in die Soziologie der Behinderung. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-04053-6 

Oberg, Achim, Walter W. Powell, und Tino Schöllhorn. 2022. „Representations of Self in the Digital Public Sphere: The Field of Social Impact Analyzed Through Relational and Discursive Moves“. In Research in the Sociology of Organizations, herausgegeben von Thomas Gegenhuber, Danielle Logue, C.R. (Bob) Hinings, und Michael Barrett, 167–96. Emerald Publishing Limited. https://doi.org/10.1108/S0733-558X20220000083007.

Powell, Walter W., und Achim Oberg. 2017. „Networks and Institutions“. In The SAGE Handbook of Organizational Institutionalism, herausgegeben von Royston Greenwood, Renate E. Meyer, und Thomas B. Lawrence, 446–73. SAGE Publications Ltd. https://www.torrossa.com/en/resources/an/5018766.

 
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Das Mittelstand-Digital Netzwerk bietet mit den Mittelstand-Digital Zentren und der Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft umfassende Unterstützung bei der Digitalisierung. Kleine und mittlere Unternehmen profitieren von konkreten Praxisbeispielen und passgenauen, anbieterneutralen Angeboten zur Qualifikation und IT-Sicherheit. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenfreie Nutzung der Angebote von Mittelstand-Digital. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.