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Am 01. Februar fand die Abschlussveranstaltung zu den Tourismusprojekten statt, welche aufzeigten, wie positive Erlebnisse bei unterschiedlichen Tourismusarten gestaltet werden können. Dabei wurden fünf Erlebniskategoriensysteme und erste Konzepte vorgestellt, wie positive Erlebnisse im Tourismus durch entsprechend gestaltete Technologien intensiviert werden können.

Vergangene Woche wurden die Ergebnisse unserer fünf Onlinetudien zur Analyse positiver Erlebnisse bei unterschiedlichen Tourismusarten präsentiert. Zu den untersuchten Tourismusarten gehörten der Sporttourismus, Abenteuertourismus, Städte- und Kulturtourismus, Tourismus am Wasser und der Berg- und Wandertourismus. Mit dem Erlebnisinterview wurden in den Studien zahlreiche positive Erlebnisse in den jeweiligen Tourismusarten erhoben und anschließend kategorisiert. Das Ergebnis der Kategorisierung sind sogenannte Erlebniskategorien, welche typische positive Erlebnisse eines bestimmten Kontexts beschreiben. Die Erlebniskategorien lassen sich wiederum zur systematischen Gestaltung von positiven Erlebnissen einsetzen oder herangezogen werden um bereits bestehende positive Erlebnisse zu erweitern und intensivieren.

In der Abschlussveranstaltung am 01. Februar wurden die einzelnen Tourismusarten sowie die Herangehensweisen der einzelnen Studien und deren Ergebnisse vorgestellt. Entstanden sind fünf Erlebniskategorien-Systeme für die jeweiligen Tourismusarten, basierend auf über 500 Interviews. Die Kategoriensysteme zeigen zum einen Gemeinsamkeiten zwischen dem positiven Erleben in den jeweiligen Tourismusarten, aber auch, wie sie sich konkret voneinander unterscheiden.

Der Städtetourismus zeichnet sich vor allem durch seine kulturellen Erlebnisse aus. Im Berg- und Wandertourismus steht hingegen die Natur im Fokus und der niederschwellige Zugang dieser. Mit dem Wandern können sich viele Menschen identifizieren und die dabei häufig auftretenden positiven Erlebnisse reichen vom ausgedehnten Alltagsspaziergang bis hin zum geplanten Wanderurlaub. Die positiven Erlebnisse im Wassertourismus kennzeichnen sich am stärksten durch das Element aus. Das Wasser spielt hier häufig eine entscheidende Rolle und intensiviert die Erlebnisse. Ebenfalls intensiv geht es beim Abenteuertourismus zu. Hier steht die Überwindung im Vordergrund und das Bewältigen von Ängsten sowie Austesten von Grenzen. Positiv erlebt wird dabei, diese Herausforderung zu meistern und über sich selbst hinauszuwachsen. Einen ähnlichen Fokus hat auch der Sporttourismus. Hierbei wurde sich vor allem auf den aktiven Wintersport fokussiert und die positiven Erlebnisse zeigen, dass die Herausforderungen, das Kompetenzerleben und die körperliche Aktivität im Fokus steht.
Im Gegensatz dazu stehen die Ruhe und der Ausgleich zum Alltag, die bei allen Tourismusarten als Gemeinsamkeit festgestellt wurde. Auch passende Wetterbedingungen und im Speziellen Sonnenauf- und untergänge wurden tourismusübergreifend als zentrale positive Erlebnisse ermittelt. Weitere übergreifende positive Erlebnisse bildete die Dankbarkeit, den Moment erleben zu dürfen und diesen zum Teil auch in der Gemeinschaft, mit Freunden und Familie zu verbringen. Im Sporttourismus wurde der Dank hingegen gegenüber der Natur und dem Wetter ausgedrückt und nicht auf andere Menschen bezogen. Allerdings war die Verbundenheit dennoch im Allgemeinen ein zentraler Bestandteil aller positiven Erlebnisse im Tourismus. Der Austausch und Gespräche über das Erlebte, die gemeinsamen Aktivitäten und das Erleben von Gemeinschaft wurde durchweg positiv erlebt.

Über die Ergebnisse und Erlebniskategorien hinaus wurden in der Veranstaltung auch erste Ansätze aufgezeigt, wie anhand dieser Erlebniskategorien positive Erlebnisse im Tourismus durch die Interaktion mit Technologien gefördert werden können. Bspw. wurde für den Wasser- und Sporttourismus die Idee vorgestellt, dass bereits im Sport ohnehin getragene Brillen, wie beispielsweise Taucherbrillen, durch Augmented Reality (kurz: AR)-Anwendungen so erweitert werden könnten, dass damit besondere Erlebnisse festgehalten werden können, um sie anschließend in der Gemeinschaft Revue passieren zu lassen. Zum anderen könnten beim Ski-Fahren beispielsweise Techniken und Verbesserungsvorschläge direkt auf der Piste visualisiert werden, um das Kompetenzerleben zu steigern. Im Städtetourismus hingegen könnte durch alternative Routen das Entdecken neuer Orte und Sehenswürdigkeiten angeregt werden, um bereits bekannte Strecken durch interessante, spannende und positive Wege zu ersetzen. Diese und viele weitere Beispiele wurden in der Veranstaltung vorgestellt wodurch die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die Möglichkeiten zur Gestaltung positiver Erlebnisse im Tourismus erhielten.


06.02.24

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