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Immer mehr große Unternehmen setzen auf eigene KI-Modelle bzw. unternehmensspezifische GPTs. Beispiele dafür sind unter anderem Merck, Bosch oder die Drogeriekette dm. Dm nennt ihre Lösung beispielsweise „dmGPT“. Feyu Xu, ehemalige KI-Chefin von SAP und Gründerin des Start-ups Nyonic, prognostizierte im Dezember 2023, dass in wenigen Jahren nahezu jedes Unternehmen ein eigenes KI-Modell einsetzen werde. Betrifft das nun auch jedes KMU? 

Parallel dazu bieten große Cloud-Anbieter entsprechende Angebote an, um auch dem Mittelstand den Aufbau eigener GPTs zu ermöglichen. In der Public Cloud lassen sich vergleichsweise einfach eigene Enterprise-GPTs „aus dem Regal“ nutzen, an die eigenen Bedürfnisse anpassen und betreiben. So bietet Microsoft in seiner Azure Cloud über den Azure OpenAI Service die Möglichkeit, eigene ChatGPT-Instanzen zu betreiben. Dies ist teilweise auch auf Servern innerhalb der EU möglich. Auch OpenAI selbst bietet mit ChatGPT Enterprise ein Lizenzmodell für Unternehmen an, das speziell auf die Nutzung eigener GPTs ausgerichtet ist. 

Braucht nun jedes Unternehmen ein eigenes GPT? 

Eigene Enterprise-GPTs können sehr sinnvoll sein, etwa wenn es um sensible Daten, spezifisches Fachwissen oder eine tiefe Integration in bestehende Systeme geht. Sie bieten Kontrolle, Anpassbarkeit und häufig auch Vorteile beim Datenschutz. Den künftigen Einsatz muss jedoch jedes Unternehmen für sich selbst einschätzen und abwägen. 

Gleichzeitig sind eigene Umsetzungen mit Aufwand verbunden. Sie erfordern technisches Know-how, geeignete Infrastruktur, laufende Wartung und nicht zuletzt finanzielle Ressourcen. Gerade für KMU ist das nicht immer realistisch oder notwendig. 

Um diese Überlegungen zu unterstützen, bieten wir kontinuierlich Formate im Rahmen von Workshops, Praxisprojekten und weiteren Veranstaltungen an. Sprechen Sie uns gerne darauf an. Dabei zeigen wir, wie Open-Source-Sprachmodelle pragmatisch im eigenen Unternehmen implementiert und eingesetzt werden können. Ziel ist es, KMU dabei zu unterstützen, KI schrittweise, souverän und passgenau zu nutzen und dabei Komplexität sowie Überforderung zu reduzieren. 

Quellen und weiterführende Links 

  1. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/pharmabranche-immer-mehr-unternehmen-wollen-mit-ki-die-produktivitaet-steigern/100023620.html 
  2. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/industrie-bosch-plant-eigene-ki-fuer-seine-mitarbeiter-/29285592.html 
  3. https://newsroom.dm.de/news/kuenstliche-intelligenz-bei-dm-start-von-dmgpt-als-unternehmenseigener-ki-chatbot-fuer-mitarbeiterinnen-und-mitarbeiter-im-dialogicum-470764 
  4. https://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/ki-expertin-feiyu-xu-von-der-sap-managerin-zur-nyonic-gruenderin/100003324.html 
  5. https://azure.microsoft.com/en-us/blog/chatgpt-is-now-available-in-azure-openai-service/ 
  6. https://chatgpt.com/de-DE/business/enterprise/ 
23.03.26

Weitere Informationen

Kontakt

Erik Dethier
  • Grantham-Allee 20
  • 53757 Sankt Augustin

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