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Was ist das Wellbeing Inspiration Lab?

Das Wellbeing Inspiration Lab (oder “Well-I_Lab”) zeigt Besucherinnen und Besuchern Möglichkeiten, wie das eigene Wohlbefinden am Arbeitsplatz durch Technologie nachhaltig gestärkt werden kann. Im Rahmen des Mittelstand-Digital Zentrums Fokus Mensch wurde das Lab an der Hochschule der Medien Stuttgart eingerichtet.

Im Lab erfährt man, wie Produkte und Systeme durch gezielte Gestaltung positiver Erlebnisse neu gedacht werden können. Mit unserer Erfahrung in der UUX (Usability & User Experience) möchten wir positive Erlebnisse durch die Nutzung von Produkten schaffen.

Kernelement des Labs sind praktische Demonstratoren: Sie präsentieren Wissen und Erkenntnisse spürbar und erlebbar. Das Lab lädt zum Ausprobieren, Erkunden und Lernen ein. Unternehmen und Einzelpersonen können so erfahren, was menschzentrierte Digitalisierung und das Design für positives Erleben beinhaltet.

 

Die Welt des Well-I_Labs: Unsere Demonstratoren

Wir arbeiten an verschiedenen Demonstratoren, die zeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wohlbefinden und Resilienz in der Praxis erlebbar werden.

Aik: KI als Dienstreise-Assistent
In einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt zeigt „Aik“, der Demonstrator des Mittelstand-Digital Zentrums Fokus Mensch, wie Künstliche Intelligenz als unterstützender Companion bei der Dienstreiseplanung eingesetzt werden kann. Durch einen menschzentrierten Ansatz und die Integration von natürlicher Sprachverarbeitung bietet Aik personalisierte Empfehlungen und schafft positive Nutzererlebnisse. Entdecken Sie, wie KI die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine revolutioniert und gleichzeitig die digitale Souveränität stärkt.
  • 1. Typ: Demonstrator
  • SDG: #09 Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • SDG: #08 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • HdM-WellILab
Erlebnisstand für Menschzentrierte KI
Wie kann KI so gestaltet werden, dass sie den Menschen explizit stärkt und unterstützt? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Ansatz “Menschzentrierte Künstliche Intelligenz”. Ein Erlebnisstand führt an verschiedene Aspekte der Menschzentrierten KI heran und lädt zum Ausprobieren ein. Die Grundlage bildet ein zugehöriges Kartenset. Der Stand ist sowohl online, als auch vor Ort erlebbar.
  • SDG: #09 Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • SDG: #08 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • SDG: #04 Hochwertige Bildung
  • HdM-WellILab
  • 1. Typ: Demonstrator
WerkerPErle
Die WerkerPErle ist der Prototyp eines Assistenzssystems für die Montage von Bauteilen, das auf positive Erlebnisse bei der Arbeit ausgerichtet ist. Der Name steht für „Werkerassistenzsystem für positive Erlebnisse“ – kurz: WerkerPErle.
  • SDG: #09 Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • SDG: #08 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • HdM-WellILab
  • 1. Typ: Demonstrator
 

Wohlbefinden und Resilienz

Die Grundlage für die Forschung im Wellbeing Inspiration Lab bilden unsere Best Practices und wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wohlbefinden und Resilienz. Positive Erlebnisse stärken das Wohlbefinden: Erleben wir mehr Positives, sind wir zufriedener und können Herausforderungen leichter meistern. Positives Erleben eröffnet damit neue Stärke und Kreativität im Alltag – und macht uns langfristig widerstandsfähiger, also resilienter.

Was ist Wohlbefinden?

Wohlbefinden umfasst unser subjektives Erleben von Zufriedenheit, Lebensfreude und Sinn. Es lässt sich wissenschaftlich in zwei Ansätze unterscheiden. Ein hedonisches Wohlbefinden beschreibt das Streben nach Freude und Lust sowie die Vermeidung von Unlust (Diener et al., 1998). Demgegenüber steht das eudämonische Wohlbefinden, das nach Ryff und Keyes (1995), Ryan und Deci (2000) sowie Seligman (2011) Aspekte wie Selbständigkeit, persönliches Wachstum, Aufblühen, soziale Beziehungen und Sinn in den Vordergrund rückt.

 

Was steckt hinter Resilienz?

Resilienz meint die Fähigkeit, trotz Belastungen handlungsfähig zu bleiben, sich anzupassen und gestärkt hervorzugehen. Resilienz wird unter anderem durch die „Broaden and Build Theory“ von Fredrickson (2001, 2004) erklärt. Sie besagt, dass positive Emotionen unser Gedanken- und Handlungsrepertoire erweitern („broaden“) und uns so ermöglichen, neue Fertigkeiten aufzubauen („build“). Dadurch entwickeln wir Eigenschaften wie Kreativität, Fachwissen, soziale Integration und Gesundheit.

 
 

Das Gestalten für positive Erlebnisse

Wir gestalten für positive Erlebnisse, weil sie durch positive Gefühle bei der Nutzung das Wohlbefinden steigern können.

Methodisch arbeiten wir mit sogenannten Erlebnismomenten. Dazu analysieren wir gezielt positive Erlebnisse, beispielsweise im Kontext der Arbeit oder des Kochens, und wenden sie an, um Produkte zu schaffen, die genau diese Bedürfnisse und Erlebnisse wieder aktivieren. So entstehen Designlösungen, die gezielt positiven Gefühle hervorrufen und auf Nutzer:innen zugeschnitten sind.

Warum ist das wichtig? Das gezielte Auslösen positiver Erlebnisse fördert zahlreiche positive Effekte, darunter:

Intrinsische Motivation

Positive Erlebnisse am Arbeitsplatz führen zu mehr Zufriedenheit und intrinsischer Motivation. Mitarbeitende empfinden Selbstverwirklichung in ihren Aufgaben.

 

Resilienz im Team

Die psychische Widerstandskraft gegenüber Stress und Herausforderungen steigt. Das Team und die Abläufe sind harmonischer, die Verbundenheit und Wertschätzung untereinander steigt.

 

Kreative Lösungsfindung

Glückliche Mitarbeitende sind kreativer und finden häufiger innovative Lösungen. Sie arbeiten schneller und konzentrierter an ihren Aufgaben.

 

Wohlbefinden im Unternehmen

Durch Maßnahmen zur Stärkung des Wohlbefindens steigt auch die Bindung zum Unternehmen und die Identifikation. Diese positive Stimmung wird auch nach außen, zu Kooperationspartnern und Kunden getragen.

 
 

Quelle: Rehwaldt, R., & Rehwaldt, R. (2019). Effekte von Glück im Unternehmen. Glück in Unternehmen: Positive Psychologie für Führung und Organisationsentwicklung, 15-22.

 

Wie gestaltet man für Wellbeing?

Um Wohlbefinden bei der Nutzung von Produkten zu fördern, setzen wir Methoden aus der positiven User Experience ein, die helfen, wichtige psychologische Bedürfnisse wie Autonomie oder Kompetenz zu erkennen und zu erfüllen. 



Methodisch arbeiten wir mit Werkzeugen wie Bedürfnismaterialien, Erlebniskategorien, Human-Centered AI-Karten und der Valenzmethode, um diese Bedürfnisse und Erlebnisse in der Gestaltung sichtbar zu machen.

Diese Methoden helfen, die Lebenswelt der Nutzer:innen besser zu verstehen, positive Erlebnisse zu identifizieren und daraus konkrete Designentscheidungen für Produkte abzuleiten.

Das Well-I_Lab entdecken

Sie möchten das Wellbeing Inspiration Lab selbst erkunden und erleben? Dann melden Sie sich gerne bei uns.

 

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Bilder von Hochschule der Medien

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