Im Mittelpunkt standen anwendungsnahe Forschungsthemen des Instituts, darunter die Automatisierung von Straßen- und Schienenfahrzeugen, die Entwicklung menschzentrierter Künstlicher Intelligenz (KI) sowie die Arbeit des Zentrums für Kriminologische Forschung. Die vorgestellten Projekte zeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Anwendungen überführt werden können und damit einen Beitrag zur Innovationsfähigkeit von Unternehmen leisten. Gerade für Start-Ups und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind solche Gespräche ein wichtiges Signal. Sie machen deutlich, dass Themen wie Digitalisierung, KI und Technologietransfer nicht nur in Forschungseinrichtungen, sondern auch auf politischer Ebene Aufmerksamkeit erhalten.
Ein zentraler Akteur bei diesem Transfer ist das Mittelstand-Digitalzentrum (MDZ) Fokus Mensch. Als Teil der bundesweiten Förderinitiative „Mittelstand-Digital“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt das Zentrum Start-Ups und KMU kostenfrei dabei, digitale Technologien menschzentriert und gewinnbringend einzusetzen. Dabei stehen Themen wie Nutzerfreundlichkeit, Akzeptanz, digitale Innovationen und der verantwortungsvolle Einsatz künstlicher Intelligenz im Vordergrund. Aus Sicht des MDZ Fokus Mensch war das Vernetzungstreffen mit Landtagspräsident Dierks ein wichtiger Meilenstein: Die Plattform und die Angebote des Zentrums werden durch die erhöhte Sichtbarkeit für die Politik greifbarer, wodurch die spezifischen Bedürfnisse von KMU im Digitalisierungsprozess direkt an die Entscheidungsträger herangetragen werden können. Gleichzeitig unterstreicht die Präsenz hochrangiger politischer Akteure, wie Landtagspräsident Dierks, die Qualität und die Tragfähigkeit der Angebote des MDZ für den Mittelstand.
Ein zentraler Bereich der Forschung des Instituts für Psychologie der TU Chemnitz betrifft skalierbare und datenschutzkonforme KI-Systeme. Viele KMU stehen vor der Frage, wie und in welchem Ausmaß sie KI-Lösungen nutzen können, ohne die Kontrolle über sensible Unternehmens- oder Kundendaten zu verlieren. Insbesondere vor dem Hintergrund strenger regulatorischer Vorgaben wird es immer wichtiger, sich mit der Infrastruktur hinter KI-Anwendungen auseinanderzusetzen.
Eine Möglichkeit besteht darin, KI-Systeme auf eigener Infrastruktur oder in vertrauenswürdigen, kontrollierbaren Umgebungen zu betreiben. Dadurch bleiben die Verwaltung der Daten und die Entscheidungsfreiheit im Unternehmen, während gleichzeitig (gesetzliche und ethische) Anforderungen an Datenschutz und Compliance besser berücksichtigt werden können. Gerade für Unternehmen mit sensiblen Datenbeständen kann dies ein wichtiger Baustein für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen KI-Einsatz sein. Zusätzlich stärkt die Entscheidung für selbst gehostete KI-Systeme die technologische Souveränität des Unternehmens, indem man sich unabhängig von den Preisstrukturen, Lizenzmodellen und Serverausfällen externer Anbieter macht.
Das Treffen an der TU Chemnitz verdeutlicht, dass die Region über die wissenschaftliche Expertise verfügt, um den Mittelstand bei diesen strategischen Schritten sicher zu begleiten. Der Austausch macht sichtbar, wie wichtig die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ist, um Innovationen zu fördern und Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen.
Das Institut für Psychologie bedankt sich für den Besuch und freut sich auf die Fortsetzung des Dialogs zwischen Forschung, Wirtschaft und Politik.