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Eine Vielzahl an Ideen zu strukturieren und zu priorisieren ist oft herausfordernd. Genau vor dieser Aufgabe standen die frosch-Apotheken aus Roth bei Nürnberg. In einem gemeinsamen Praxisprojekt haben sich Ideensteckbriefe und eine Aufwand-Wirkungs-Matrix als hilfreiche Methoden erwiesen.

Wer im menschzentrierten Gestaltungsprozess die erste Analyse des Nutzungskontextes abgeschlossen und Anforderungen abgeleitet hat, ist meist bereits in die Ideen- und Lösungsfindung übergegangen. Dabei steht man häufig vor der Herausforderung, die entstandenen Ansätze zu strukturieren und zu priorisieren. Erfahrungen zeigen, dass in dieser Phase häufig besonders viele Ideen entstehen, wodurch es zunehmend schwerfallen kann, den Fokus zu behalten und relevante Aspekte zu priorisieren. Vor dieser Aufgabe standen auch die frosch-Apotheken aus Roth bei Nürnberg, die sich schon längere Zeit damit beschäftigen, wie ihre zukünftige Ausrichtung aussehen könnte.

Die Bandbreite der Ideen reichte von Medikamentenausgabe über Drohnen und Automaten bis hin zu Video-Beratung und einem zentralen Dashboard zur Bündelung aller Kommunikationskanäle. Zunächst wurden alle Ideen ausführlich diskutiert und stichpunktartig auf Post-its festgehalten. Anschließend erfolgte die detaillierte Ausarbeitung mithilfe von Ideensteckbriefen. Die Steckbrief-Vorlage steht auf dieser Seite zum Download zur Verfügung. Die Steckbriefe bestanden aus folgenden Fragen:

 

  • Worum geht es bei der Idee in einem Satz?
  • Was ist das Ziel der Idee?
  • Ist die Idee neu, eine Verbesserung/ Weiterentwicklung oder eine Kombination bestehender Ansätze?
  • In welchem groben Kontext spielt die Idee und für wen ist das interessant/ hilfreich?
  • Welche Chancen und Herausforderungen gibt es?
  • Gibt es Abhängigkeiten und wenn ja, welche?
  • Wen oder was braucht es für die Umsetzung? Was wäre der erste Schritt?

Mithilfe der Steckbriefe konnten die Ideen systematisch durchdacht und dokumentiert werden. Für die anschließende Ideenauswahl kam eine Aufwand-Wirkungs-Matrix zum Einsatz. Dabei werden Ideen danach bewertet, wie aufwendig ihre Umsetzung ist und wie groß die erwartete Wirkung ist. Besonders priorisiert werden Ansätze mit großer Wirkung und geringem Aufwand.

Diese Kombination aus Ideensteckbriefen und Aufwand-Wirkungs-Matrix hat sich im Projekt als hilfreich erwiesen, um Ideen klar zu strukturieren, zu priorisieren und fundierte Entscheidungen zu treffen.

02.04.26

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