Kommunen erzeugen täglich große Mengen an Daten, doch oft wissen sie selbst nicht, was sie haben. ÖPGV setzt genau hier an: Die offene Plattform hilft Kommunen, Metadaten ihrer Datenbestände strukturiert zu erfassen, ohne dass Rohdaten geteilt werden müssen. GovTech-Unternehmen erhalten so einen transparenten Überblick, welche Daten grundsätzlich verfügbar und anbindbar sind. Ergänzende Werkzeuge – etwa ein KI-Chatbot für Dokumente und ein Datenkonverter – zeigen, was möglich wird, wenn Kommunen wissen, welche Daten sie haben.
Nutzerfreundliche digitale Services in Städten entstehen nur, wenn die Verwaltung dahinter funktioniert. Das setzt voraus, dass Mitarbeitende wissen, welche Daten sie haben und wie sie diese einsetzen können. Viele Kommunen scheitern jedoch bereits an diesem ersten Schritt: Datenbestände sind verteilt, uneinheitlich dokumentiert und für GovTech-Unternehmen kaum zugänglich. Das Forschungsprojekt ÖPGV setzt hier an: eine offene Plattform, auf der Kommunen Metadaten ihrer Datenbestände strukturiert erfassen und dokumentieren, ohne Rohdaten weiterzugeben, und die GovTech-Unternehmen erstmals einen transparenten Überblick verschafft, welche Daten vorhanden und anbindbar sind.
In dem Fachvortrag werden die Zuhörer durch das Konzept, die Architektur und die Funktionsweise der Plattform geführt: Wie ist sie aufgebaut? Wie sind Kommunen und GovTechs eingebunden? Und wie schafft sie es, dass Wissen nicht in einzelnen Ämtern verschwinden, sondern geteilt und nachgenutzt wird? Dabei wird ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, wie die Plattform selbst nutzerzentriert gestaltet ist, denn eine Plattform, die Kommunen nicht aktiv nutzen wollen, verfehlt ihren Zweck. Ihr erhaltet offene Einblicke in die dabei entstandenen Herausforderungen und erfahrt, welche Lernprozesse sich daraus ergeben haben.
Prof. Dr. Philipp Staudt
Juniorprofessor (WIN) am KIT
Prof. Dr. Philipp Staudt ist seit Februar 2026 Juniorprofessor und Leiter der Forschungsgruppe Wirtschaftsinformatik II – Digitale Energie am Institut für Wirtschaftsinformatik (WIN) des KIT. Er studierte Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsmathematik am KIT, wo er auch seinen Doktortitel in Wirtschaftsinformatik erwarb, mit dem Schwerpunkt Digitalisierung von Energiesystemen. Anschließend leitete er die Forschungsgruppe Smart Grids & Energiemärkte am KIT und forschte als Marie-Skłodowska-Curie-Postdoktorand am Massachusetts Institute of Technology. Von 2022 bis 2026 war er Juniorprofessor für Wirtschaftsinformatik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Seine Forschung befasst sich mit der Digitalisierung von Energiesystemen und deren Auswirkungen auf Märkte und Individuen sowie mit der nachhaltigen Digitalisierung von Organisationen
Das Institut für Informationssysteme (WIN) wurde am 1. Januar 2025 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gegründet. Die Gründung des WIN-Instituts am KIT ist eine Reaktion auf die wachsende Bedeutung der Erforschung und Gestaltung der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft aus soziotechnischer Perspektive.
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Termine
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Donnerstag24.09.2609:00-25.09.2618:00
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| UX-Konferenz 2026 in Karlsruhe I UIG-Tagung - Digitale Services & Verwaltung |
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Kontakt
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