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Skill-Mapping ist mehr als eine Übersicht vorhandener Fähigkeiten. Richtig eingesetzt wird es zu einem strategischen Instrument, um Individuen, Teams und Organisationen systematisch weiterzuentwickeln.

Was ist Skill-Mapping?
Skill-Mapping beschreibt die strukturierte Erfassung und Visualisierung von Kompetenzen innerhalb einer Organisation oder Individuen. Dabei werden Fähigkeiten einzelnen Personen, Rollen oder Teams zugeordnet und in Beziehung zu Anforderungen gesetzt.

Typische Dimensionen sind: Fachkompetenzen (z. B. Technologie, Methodik, Branchenwissen), Methodenkompetenzen (z. B. Projektmanagement, Research, Testing), Sozial- und Kommunikationskompetenzen, Erfahrungslevel, oder Reifegrade.

Das Ziel ist ganz klar Transparenz: Wer kann was? Wo sind Stärken? Wo bestehen Abhängigkeiten? Und wo entstehen Risiken?

Skill-Mapping im Lebenszyklus von Unternehmen
Je nach Unternehmensgröße verändert sich der Nutzen von Skill-Mapping.

  • Kleine Unternehmen und Startups
    In sehr kleinen Organisationen ist Wissen oft implizit. Man "weiß", wer Experte für ein Thema ist, aber nur bis diese Person ausfällt oder das Unternehmen verlässt.
    Skill-Mapping hilft hier: Wissensinseln sichtbar zu machen, kritische Abhängigkeiten zu erkennen, oder Generalisten-Profile bewusst zu entwickeln.
    Gerade in kleinen Teams ist Resilienz entscheidend. Transparente Kompetenzverteilung reduziert operative Risiken.

  • Wachsende KMUs
    Mit zunehmender Größe entstehen Spezialisierungen, neue Rollen und mehr Koordinationsaufwand. Informelles Wissen reicht nicht mehr aus.
    Skill-Mapping unterstützt dabei: Rollen klarer zu definieren, Karrierepfade transparenter zu gestalten, Recruiting gezielt auszurichten, oder Projektteams kompetenzbasiert zusammenzustellen.
    Hier wird Skill-Mapping zu einem Instrument der Organisationsentwicklung.

  • Größere Mittelständler
    In größeren KMUs geht es häufig um strategische Steuerung: Welche Kompetenzen brauchen wir in drei Jahren? Wo müssen wir intern aufbauen, wo extern rekrutieren?
    Skill-Mapping schafft hier die Grundlage für strategische Personal- und Kompetenzplanung.

Skill-Mapping ist nicht für den Ablagestapel: Vom Ist-Zustand zur Entwicklung

Häufig wird Skill-Mapping als einmalige Bestandsaufnahme verstanden. Aber hinter dem Format verbergen sich enorme Entwicklungschancen für die Beteiligten.
Skill-Mapping kann zunächst bei der individuellen Planung von Aus- und Fortbildung helfen, auch indem eigene Stärken bewusster wahrgenommen werden. Für Teams bedeutet Skill-Mapping ein Bewusstwerden über Kompetenzlücken und Komplementarität von Teammitgliedern, damit Teams nicht basierend auf Zufall sondern auf konkreten Kompetenzen erstellt werden. Dieses Bewusstsein ist dann auch der Aufhänger für die strategische Entwicklung der Teams und Individuen, um fehlende Kompetenzen auszubauen oder sich an neue Gegebenheiten anzupassen.

Visualisierung von Skill-Mapping

Die Art der Darstellung beeinflusst stark, wie anschlussfähig und nutzbar Skill-Mapping im Alltag ist. Je nach Zielsetzung eignen sich unterschiedliche Visualisierungen. Hier ein paar häufig verwendete Optionen:

  • Skill-Matrix
    Die klassische Variante in einer Tabelle. Personen oder Rollen auf der einen Achse, Kompetenzen auf der anderen. Level werden z. B. mit Zahlen oder Farbcodes markiert. Das sorgt für schnelle Übersicht mit der Option, in einzelne Details einzusteigen.
  • Radar- oder Spinnendiagramme
    Hier werden Kompetenzen pro Person oder Team in einem mehrdimensionalen Diagramm dargestellt. Das ist besonders geeignet für individuelle Entwicklungsdialoge oder die Visualisierung von Fortschritten über Zeit.

  • Rollenbasierte Skill-Profile
    Statt Personen stehen Zielrollen im Mittelpunkt. Aktuelle Kompetenzstände werden mit Soll-Profilen verglichen. Dies ist besonders gut verwendbar, um Karrierepfade und Rekrutierung zu planen.

Ein leichtgewichtiges Skill-Mapping-Template
Um den Einstieg zu erleichtern, stellen wir eine bewusst schlanke Skill-Mapping-Vorlage bereit. Sie ist so konzipiert, dass sie ohne neue Software funktioniert, in unterschiedlichen Teamgrößen angewendet werden kann und iterativ weiterentwickelt werden kann.

Zur Skill-Mapping Vorlage

18.02.26

Weitere Informationen

Kontakt

Adrian Wegener
  • Kaiserstraße 89-93
  • 76133 Karlsruhe

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