Gemeinnützige, offene und ressourcenschonende KI-Alternativen sind bislang nur begrenzt verfügbar. Bestehende Tools lassen sich unter den gegebenen technischen und finanziellen Bedingungen schwer datenschutzkonform mit lokalen, offenen Anwendungen wie z. B. CiviCRM verknüpfen und brauchen mehr Rechenleistung, als vorhandene Server meist bereitstellen.
Wie können Nonprofits gemeinsam gemeinwohlorientierte KI-Infrastrukturen entwickeln und nutzen? Und wie kann das gelingen, wenn das Budget für digitale Hilfsmittel knapp ist oder ganz fehlt? Welche Tools gibt es aktuell und wo liegen die größten Herausforderugnen?
Das Panel bringt Expert:innen zusammen, die sich mit der Integration von KI-Tools in Organisationen aus unterschiedlichen Perspektiven beschäftigen, sich für ethische und gemeinwohlorientierte Lösungen einsetzen und zugleich mit begrenzten Ressourcen haushalten müssen. Gemeinsam loten sie im Gespräch aus, wie eine unabhängige, ethische und solidarische Nutzung von KI für (zivilgesellschaftliche) Organisationen aussehen könnte und welche Voraussetzungen es dafür braucht.
Hier geht´s zur Anmeldung zum Event “Digitale Zukunft gemeinsam gestalten – Was brauchen Organisationen heute? Was brauchen Engagierte morgen?” am 18.11.2026 in Hamburg (betahaus, Sternschanze).
Tomislav Perisic moderiert das Panel und ist beim AKTIVOLI Landesnetzwerk e. V. ehrenamtlich tätig und zuständig für den Bereich Digitalisierung. Durch seinen Hintergrund als Wirtschaftsinformatiker bringt er technische Expertise und viel Erfahrung mit und setzt sich für offene Syteme und mehr gemeinsame Infrastruktur ein.
Benjamin Holm spricht aus der Perspektive des Geschäftsführers der Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein und der Perspektive eines NGO-Managers diverser Vereine (Hamburger* mit Herz e. V., Medical Solidarity International e. V., Bund der Pfadfinder:innen) und stand in verschiedenen Großprojekten mit Software zur Organisation von Freiwilligen vor der Frage: Welche Software kann meine Organisation nachhaltig entwickeln? Gemeinsam mit den DigitalHub.SH setzt er sich für Open-Source-Lösungen und Digitalisierung mit Haltung ein. Er beschäftigt sich u. a. mit der Frage, wie KI-Tools in lokale, offene Anwendungen integriert und z. B. durch geteilte Server effektiver genutzt werden können.
Henrik Flor, Kommunikationsberater und KI-Manager bei der Stiftung Bürgermut berät Nonprofits u. a. zur Integration von KI-Tools nach dem Code of Conduct und beschäftigt sich aktuell damit, wie KI-Agenten die zivilgesellschaftliche Tätigkeit bei knappen Ressourcen unterstützen, erweitern und verbessern können. Gleichzeitig schreibt er im Magazin von "D3 - so geht digital" regelmäßig darüber, wie Organisationen KI nach ethischen Standards, eigener Haltung und außerdem sinnvoll und effektiv einsetzen können.
Anja Voß ist Projektmanagerin im DigitalHub.SH, welcher im Auftrag des Landes und der Staatskanzlei daran arbeitet, die Leitidee der Landesdigitalstrategie in Schleswig-Holstein wirksam zu machen – derzeit mit dem Schwerpunkt. Er trägt diese Idee ins Land hinein und nimmt Akteure aus Verwaltung und Wirtschaft auf diesem Weg mit. Dafür knüpft er an bestehende Netzwerke, Akteure und Communities an, vermittelt Wissen zu digitalen, offenen und nachhaltigen Technologien und verbindet passende Partner, Formate und Lösungen. Anja Voß bringt Expertise und Einblicke in aktuelle Entwicklungen im Bereich sicherer und nachhaltiger Open-Source-Lösungen mit.