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Künstliche Intelligenz und eine DDR-Schreibmaschine aus den 80ern – wo passt das zusammen?

Künstliche Intelligenz und eine DDR-Schreibmaschine aus den 80ern – wo passt das zusammen? 

Drei Institute, ein Ziel 

Gemeinsam mit Personen von der TU Chemnitz und dem ScaDS.AI Leipzig hat sich das ein Team vom Fraunhofer IAO und damit auchfür das Mittelstand-Digital Zentrum Fokus Mensch zusammengesetzt, um einen Workshop im Rahmen des Forum Wissenschaftskommunikation zu konzipieren, dessen Erkenntnisse für die Wissenschaftskommunikation im MDF Fokus Mensch angewendet werden sollen.  
Mit dabei waren Fachleute von ganzvollkommen unterschiedlichen BranchenDisziplinen: von Psychologie über Mensch-Technik-Interaktion bis hin zur Soziologie und Informatik. Diese Vielfalt an Perspektiven spielt einen entscheidender entscheidenden Faktor, wenn es darum geht, KI begreifbar zu machen. 

Im Zentrum steht dabei ein ganz besonderes Exponat: eine umgebaute „Erika“-eine elektronische Schreibmaschine, die zur KI-Schreibmaschine wird. Sie soll als ein Beispiel für Tangible AI (TAI) dienen. Tangible AI beschreibt den Ansatz, Künstliche Intelligenz nicht nur auf dem Bildschirm, sondern buchstäblich zum Anfassen erlebbar zu machen. 

Tag 1: Ankommen und Kennenlernen 

Für das Team vom Fraunhofer IAO hieß es am ersten Workshoptag erstmal in Leipzig ankommen, wo es das Programm mit dem gemeinsamen Einstieg startete. Eine Führung durch die Labore des ScaDS.AI Leipzig, darunter das MotionLab und das LivingLab, gab spannende Einblicke in die aktuelle Forschung. Auch das Mittelstand-Digital Zentrum Fokus Mensch stellte sich vor. 

Mit der Methode Lego® Serious Play® reflektierten die Teilnehmenden ihre bisherigen Erfahrungen mit Tangible AI. So wurden Gedanken und Ideen im wahrsten Sinne des Wortes greifbar und eine gemeinsame Verständnisgrundlage des Begriffs entstand. 

Tag 2: Workshop-Planung und Basteln 

Am zweiten Tag ging es an die konkrete Ausgestaltung. Nach einer kurzen Kennenlernrunde folgte ein Impuls, wieso Wissenschaftskommunikation überhaupt benötigt wird, und was mögliche Ziele dabei sein können. Geht es darum, KI zu erklären? Für Datenschutz zu sensibilisieren? Oder darum, klar zu machen, dass jegliche Technik menschengemacht ist, und es dementsprechend immer in unserer Hand liegt, wie sie gestaltet ist?  
Im Anschluss wurden die mitgebrachten Schreibmaschinen ausprobiert. Bei der Vorstellung von Tangible AI als eine Methode der Wissenschaftskommunikation durch die TU Chemnitz, präsentierten die Stellvertretenden der TUC außerdem einige kritische Fragestellungen, die es zu beachten gilt. Dabei eröffnete sich die Diskussion einer ganzen Reihe spannender Fragestellungen, die die KI-Schreibmaschine aufwirft: 

  • Kann eine bewusst langsame Interaktion mehr Nachdenken, Aufmerksamkeit und vielleicht sogar Achtsamkeit im Umgang mit KI fördern oder erregt sie eher Ungeduld? 

  • Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit (etwa mit Blick auf Papier- und Stromverbrauch)? 

  • Genießt eine analoge Maschine wie die „Erika" womöglich mehr Glaubwürdigkeit als ein Computer, der Antworten nur digital anzeigt? 

  • Welche Prozesse macht die Maschine sichtbar und welche bleiben verborgen? 

Mithilfe der Bedürfniskarten des MDZ näherten wir uns zudem der Frage, welche menschlichen Bedürfnisse eine KI-Schreibmaschine überhaupt ansprechen könnte. 

Inhalte des Dezember-Workshops 

Das Forum Wissenschaftskommunikation 2026 findet am 9. Uund 10. Dezember in der Kongresshalle am Zoo in Leipzig statt. Der gemeinsam konzipierte Workshop richtet sich sowohl an Profis, als auch an Interessierte der Wissenschaftskommunikation. Die Leitfrage lautet: Was sind Chancen und Grenzen von Tangible AI? 

Geplant sind bisher unter anderem eine Live-Demonstration der Schreibmaschine, praktische Gruppenarbeiten rund um verschiedene Schwerpunkte: etwa Bedürfnisse einerseits sowie auch Messungen und Evaluation der Ergebnisse der Wissenschaftskommunikation andererseits. Ein gemeinsamer Abschluss, in welchem die Ergebnisse zusammengeführt werden, soll auch auf dem Programm stehen. Um die Wirkung des Formats zu erfassen, ist die Idee, die Teilnehmenden vorher und nachher zu befragen. 

Auch das Ziel des Workshops wurde eingegrenzt: Tangible AI als Methode der Wissenschaftskommunikation erlebbar machen und gemeinsam ergründen, wo ihre Stärken liegen und wo sie an Grenzen stößt. 

Wie geht es weiter? 

Bis Dezember bleibt noch einiges zu tun: ein weiteres Abstimmungstreffen ist angedacht und viele To-Do’s bleiben offen. Die Teilnehmenden von TU Chemnitz, das ScaDS.AI Leipzig und das Fraunhofer IAO freuen sich schon jetzt darauf, beim Forum Wissenschaftskommunikation KI im Dezember und bei weiteren Einsätzen im MDZ Forum Mensch KI im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar zu machen. 

 

05.10.26

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