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Wie können Unternehmen positive Nutzungserlebnisse fördern? Bedürfnisorientierte Gestaltung bietet dafür konkrete Ansätze und lässt sich mit der richtigen Einführung nachhaltig im Unternehmen verankern.

Während Usability das Ziel verfolgt, eine möglichst intuitive Nutzung zu ermöglichen, nimmt User Experience (UX) stärker das gesamte Erleben und die Emotionen der Nutzenden in den Blick. Eine positive User Experience entsteht dabei durch die Erfüllung grundlegender psychologischer Bedürfnisse, wie beispielsweise Verbundenheit, Autonomie oder Sicherheit (Hassenzahl, 2008).

Bedürfnisorientiertes Gestalten setzt genau hier an: Psychologische Bedürfnisse bilden die Grundlage für die Entwicklung und Gestaltung eines Produkts oder Services. So lässt sich gezielt hinterfragen, welche Bedürfnisse bei der Nutzung angesprochen werden und wie Gestaltung dazu beitragen kann, diese zu erfüllen. Die Bedürfnismaterialen auf Basis des Bedürfnismodells von Desmet & Fokkinga (2020) des Zentrums Fokus Mensch können hierbei unterstützen.

Theoretisch fundierte praktische Anwendung
Wie kann ein kleines oder mittleres Unternehmen nun konkret bedürfnisorientiert gestalten? Die Zusammenarbeit mit vielen Unternehmen hat gezeigt, dass es unerlässlich ist, sowohl die Methode als auch die dahinterliegende Theorie gut zu verstehen. Das Ziel der Zusammenarbeit mit tradingtwins war es daher, diese Erkenntnisse zu systematisieren und ein Vorgehen zu definieren, mit dem kleine und mittlere Unternehmen den bedürfnisorientierten Ansatz ressourcenschonend und trotzdem wirkungsvoll in ihren Gestaltungsprozess integrieren können.

Theoretischer Deep Dive
Im gemeinsamen Projekt mit tradingtwins wurde deren B2B-Vergleichsplattform bedürfnisorientiert weiterentwickelt. Hierfür haben wir im ersten Schritt einen Selbstlernkurs entwickelt, den wir durch das wertvolle Feedback von tradingtwins noch mehr auf die Bedarfe unserer Zielgruppe anpassen konnten.

Ins Tun kommen
Mit dem angeeigneten Wissen ging es dann in die Anwendung. Ziel war es, die User Experience des Prototyps von tradingtwins mit Hilfe der Valenzmethode zu evaluieren. Dabei sollte das Unternehmen Schritt für Schritt zu einer eigenständigen Durchführung befähigt werden.

Zu Beginn führte das Zentrum Fokus Mensch die Interviews durch, während tradingtwins die Vorgehensweise beobachtete. Im nächsten Schritt wurden die Rollen getauscht: tradingtwins übernahm die Durchführung und erhielt anschließend Feedback vom Zentrum Fokus Mensch. Die letzten Sessions führte das Unternehmen selbstständig durch. Durch die fundierte theoretische Einarbeitung des Unternehmens gelang die selbstständige Durchführung sehr schnell.

Mit den Ergebnissen der Valenzmethode konnten dann in einem gemeinsamen Workshop bedürfnisorientierte Konzepte für die Weiterentwicklung der Plattform von tradingtwins entwickelt werden.

Selbstwirksamkeit der Unternehmen unterstützen
Die Zusammenarbeit mit tradingtwins hat wieder gezeigt, dass fundiertes Vorwissen sowohl die Anwendung der Methoden erleichtert als auch die Selbstständigkeit und die Selbstwirksamkeit bei deren Durchführung erhöht. Durch eine gute Durchdringung der dahinterliegenden Theorie und der zugehörigen Methode gelingt deren selbstständige Anwendung schneller und auch die weitere Konzeption (in diesem Fall in Form eines gemeinsamen Bedürfnisworkshops) kann mit viel größerer Wirksamkeit stattfinden. Das Zentrum Fokus Mensch bietet verschiedene Möglichkeiten für solch einen Einstieg – vom Selbstlernkurs bis hin zu Methodenworkshops und begleiteter Anwendung.

Sie möchten bedürfnisorientierte Gestaltung in Ihrem Unternehmen kennenlernen und selbst anwenden? Kommen Sie gerne auf uns zu.

 

Quellen
Desmet, P. M. A., & Fokkinga, S. (2020). Beyond Maslow’s Pyramid: Introducing a Typology of Thirteen Fundamental Needs for Human-Centered Design. Multimodal Technologies and Interaction, 4(3), 38. doi.org/10.3390/mti4030038

Hassenzahl, M. (2008). User experience (UX): Towards an experiential perspective on product quality. Proceedings of the 20th International Conference of the Association Francophone d’Interaction Homme-Machine on - IHM ’08, (September), 11. doi.org/10.1145/1512714.1512717

 

30.09.26

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Das Mittelstand-Digital Netzwerk bietet mit den Mittelstand-Digital Zentren und der Initiative IT-Sicherheit in der Wirtschaft umfassende Unterstützung bei der Digitalisierung. Kleine und mittlere Unternehmen profitieren von konkreten Praxisbeispielen und passgenauen, anbieterneutralen Angeboten zur Qualifikation und IT-Sicherheit. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenfreie Nutzung der Angebote von Mittelstand-Digital. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.